Fehlschluss · Schwere 3/3
Quaternio terminorum
Ein Syllogismus verwendet scheinbar drei, tatsächlich aber vier Begriffe, meist weil ein Wort in beiden Prämissen unterschiedlich gemeint ist.
Ein klassischer Syllogismus verknüpft genau drei Begriffe. Kommt ein vierter hinzu, fehlt die Brücke zwischen den Prämissen und der Schluss bricht zusammen. Häufig ist der vierte Begriff versteckt: Ein Wort wird in der ersten Prämisse in einer anderen Bedeutung verwendet als in der zweiten. Dann liegt zugleich eine Äquivokation vor.
Beispiel
„Neutralität ist im Verfassungsrang. Wer sich in der Debatte nicht festlegt, ist neutral. Also steht seine Haltung im Verfassungsrang.“ – „Neutral“ bedeutet hier zweimal etwas anderes.
So geht es besser
Zentrale Begriffe vorab definieren und prüfen, ob sie in allen Prämissen genau dasselbe bedeuten.