Fehlschluss · Schwere 3/3
Bejahender Schluss aus verneinender Prämisse
Ein Syllogismus mit einer verneinenden Prämisse endet in einer bejahenden Schlussfolgerung, was logisch nicht möglich ist.
Wenn eine Prämisse eine Trennung zwischen zwei Begriffen behauptet, kann die Schlussfolgerung keine positive Verbindung herstellen. Sie muss ebenfalls verneinend sein. Wer trotzdem bejahend schließt, behauptet eine Gemeinsamkeit, die aus den Prämissen gar nicht hervorgeht. Oft liegt eine unausgesprochene Zusatzannahme zugrunde.
Beispiel
„Alle Gemeinden mit Bahnhof sind gut angebunden. Keine Gemeinde im Tal ist gut angebunden. Also haben alle Gemeinden im Tal einen Bahnhof.“
So geht es besser
Bei einer verneinenden Prämisse nur verneinende Schlüsse ziehen oder die fehlende positive Aussage eigens belegen.