Gute Argumentation
Angemessene Behauptungen
Die Stärke einer Aussage entspricht der Stärke der Belege: keine Pauschalurteile, keine Übertreibungen, sondern präzise Formulierungen.
Aussagen wie „immer“, „alle“, „nie“ oder „der totale Untergang“ sind fast immer falsch und laden zum Widerspruch ein. Wer stattdessen genau sagt, was die Belege hergeben, macht sich weniger angreifbar und wird ernster genommen. Angemessene Formulierungen helfen auch, gemeinsam den tatsächlichen Umfang eines Problems einzuschätzen, statt sich in Alarmismus oder Verharmlosung zu verlieren.
Beispiel
Statt „Das Gesundheitssystem bricht zusammen“: „In mehreren Bundesländern warten Patienten inzwischen monatelang auf bestimmte Operationen, das ist ein ernstes Problem.“
So gelingt es
Absolute Wörter prüfen und durch genauere ersetzen („in vielen Fällen“, „deutlich gestiegen“), wenn die Belege nicht mehr hergeben.