Gute Argumentation
Unsicherheit eingestehen
Man benennt offen, wo das eigene Wissen endet, wie sicher eine Aussage ist und welche Fragen noch offen sind.
Niemand weiß alles, und viele politische Fragen haben keine eindeutigen Antworten. Wer das offen sagt, wirkt nicht schwach, sondern glaubwürdig. Es lädt andere ein, ihr Wissen beizusteuern, statt sich gegenseitig mit Scheingewissheiten zu übertrumpfen. Außerdem fällt es leichter, die eigene Meinung später anzupassen, wenn man sie nicht als absolute Wahrheit verkündet hat.
Beispiel
„Ich bin mir nicht sicher, wie sich die Arbeitszeitverkürzung auf kleine Betriebe auswirken würde – die Studien dazu, die ich kenne, kommen zu unterschiedlichen Ergebnissen.“
So gelingt es
Den Grad der Sicherheit sprachlich ausdrücken („wahrscheinlich“, „nach derzeitigem Stand“), ohne die ganze Aussage im Vagen zu lassen.