Sonntag, 11. Oktober 2026
Politforum

Politischer Blog aus Österreich

Fehlschluss · Schwere 2/3

Angstappell (Panikmache)

Englisch: Appeal to fear · auch: Argumentum ad metum, Scaremongering, Angstmache, Panikmache

Zustimmung wird erzeugt, indem übertriebene oder unbelegte Gefahren ausgemalt werden; die Angst ersetzt den Nachweis, dass die Gefahr real und wahrscheinlich ist.

Beim Angstappell wird ein Schreckensszenario gezeichnet, damit das Publikum nicht mehr nüchtern abwägt. Häufig fehlt jeder Beleg, wie wahrscheinlich die Gefahr ist. Ein Warnhinweis ist dagegen legitim, wenn die Gefahr belegt und verhältnismäßig dargestellt wird – etwa ein begründeter Hinweis auf Hochwasserrisiken. Im Unterschied zur Drohung (Ad baculum) geht die Gefahr hier nicht vom Sprecher selbst aus.

Beispiel

„Wenn diese Schulreform kommt, können unsere Kinder in zehn Jahren nicht mehr lesen und schreiben.“

So geht es besser

Risiken mit Daten zu Wahrscheinlichkeit und Ausmaß belegen und auch Gegenmaßnahmen oder Alternativen nennen.