Fehlschluss · Schwere 2/3
Verzerrte Stichprobe
Ein Schluss auf die Gesamtbevölkerung stützt sich auf eine Gruppe, die systematisch anders zusammengesetzt ist als die Gesamtheit, über die geurteilt wird.
Auch eine große Stichprobe nützt nichts, wenn sie die falschen Leute enthält. Wer nur Parteimitglieder, nur Großstädter oder nur Leser einer bestimmten Zeitung befragt, erfährt etwas über diese Gruppe, nicht über „die Österreicher“. Die Verzerrung entsteht oft unbemerkt durch den Ort, die Zeit oder den Weg der Befragung. Aussagekräftig sind nur Stichproben, die die Grundgesamtheit gut abbilden.
Beispiel
„Bei unserer Umfrage unter 3.000 Besuchern der Agrarmesse lehnen 85 Prozent das Mercosur-Abkommen ab – die Bevölkerung ist klar dagegen.“
So geht es besser
Fragen, wer befragt wurde und wie die Auswahl zustande kam; nur dann auf die Gesamtbevölkerung schließen, wenn die Stichprobe dafür ausgelegt ist.