Fehlschluss · Schwere 2/3
Selbstselektion
Ergebnisse einer Erhebung, an der Menschen freiwillig teilnehmen, werden als repräsentativ dargestellt, obwohl vor allem stark Interessierte oder Betroffene mitmachen.
An offenen Online-Votings, Leserbriefaktionen oder freiwilligen Befragungen nehmen vor allem Menschen teil, die ein Thema besonders bewegt oder die von Interessengruppen mobilisiert wurden. Das Ergebnis zeigt dann die Stimmung dieser engagierten Gruppe, nicht die der Bevölkerung. Auch hohe Teilnehmerzahlen ändern daran nichts. Repräsentative Umfragen wählen die Befragten deshalb aktiv aus.
Beispiel
„Bei der Online-Abstimmung auf unserer Website haben 92 Prozent gegen die Sommerzeit gestimmt – das ist der Wille der Bevölkerung.“
So geht es besser
Offene Abstimmungen als Stimmungsbild kennzeichnen und für Aussagen über die Bevölkerung repräsentative Erhebungen heranziehen.