Fehlschluss · Schwere 1/3
Glaubensappell
Statt Gründe zu liefern, wird verlangt, eine Behauptung im Glauben anzunehmen; wer zweifelt, habe eben nicht genug Vertrauen.
Der Glaubensappell erklärt Prüfung für unnötig: „Man muss nur fest daran glauben.“ Damit wird jede Kritik als Mangel an Vertrauen abgetan, und die Diskussion endet. Glaube kann im persönlichen und religiösen Leben eine wichtige Rolle spielen. In einer Debatte über Tatsachen oder politische Maßnahmen braucht es aber Gründe, die auch Menschen ohne diesen Glauben nachvollziehen können.
Beispiel
„Ob das Wirtschaftsprogramm aufgeht? Man muss halt an den Standort Österreich glauben, dann funktioniert es auch.“
So geht es besser
Nachvollziehbare Gründe nennen; persönlichen Glauben oder Optimismus als solchen kennzeichnen.