Sonntag, 11. Oktober 2026
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Lexikon

Argumentationslexikon

Fehlschlüsse, unfaire Diskussionstechniken und was gute Argumentation ausmacht – 273 Begriffe, die Grundlage der KI-Prüfung auf politforum.net.

19 von 273 Begriffen · Filter aufheben

A

  • Angemessene BehauptungenDie Stärke einer Aussage entspricht der Stärke der Belege: keine Pauschalurteile, keine Übertreibungen, sondern präzise Formulierungen.
  • Annahmen offenlegenDie Voraussetzungen und Werte, auf denen eine Argumentation beruht, werden ausdrücklich genannt, statt stillschweigend vorausgesetzt.
  • Auf Gegenargumente eingehenMan setzt sich aktiv mit dem gewichtigsten Einwand gegen die eigene Position auseinander, statt nur leicht widerlegbare Kritik zu behandeln.

B

  • Begriffe klärenZentrale, mehrdeutige Begriffe werden erklärt oder gemeinsam geklärt, damit alle Beteiligten über dasselbe sprechen.
  • Beim Thema bleibenBeiträge beziehen sich auf die eigentliche Frage der Diskussion und vermeiden Abschweifungen auf andere Streitthemen.
  • Berechtigte Punkte anerkennenZutreffende Argumente der Gegenseite werden ausdrücklich anerkannt, auch wenn man insgesamt bei der eigenen Position bleibt.

E

  • Eigene Interessen offenlegenMan macht transparent, wenn man von einem Thema persönlich, beruflich oder finanziell betroffen ist oder einer beteiligten Organisation nahesteht.

F

  • Fakt und Meinung trennenEs wird klar unterschieden, was eine überprüfbare Tatsache ist und was eine persönliche Bewertung, Vermutung oder Wertentscheidung.

G

  • Gemeinsamkeiten benennenMan sucht und benennt Ziele, Werte oder Fakten, auf die sich beide Seiten einigen können, um den eigentlichen Streitpunkt einzugrenzen.
  • Gründe nennenEine Position wird nicht nur behauptet, sondern mit nachvollziehbaren Gründen gestützt, sodass andere die Argumentation prüfen können.

P

  • Person und Argument trennenEin Argument wird nach seinem Inhalt beurteilt, unabhängig davon, wer es vorbringt, welcher Partei die Person nahesteht oder wie sie sich sonst verhält.

Q

  • Quellen angebenTatsachenbehauptungen werden mit nachprüfbaren, möglichst seriösen Quellen belegt, die andere selbst einsehen können.

R

  • Respektvoller WiderspruchMan widerspricht klar in der Sache, bleibt dabei aber höflich und gesteht dem Gegenüber gute Absichten zu.

S

  • SelbstkorrekturMan räumt eigene Fehler offen ein und korrigiert Aussagen oder Positionen, wenn bessere Argumente oder Belege vorliegen.
  • Stahlmann-ArgumentDie Position der Gegenseite wird in ihrer stärksten, fairsten Form wiedergegeben, bevor man sich kritisch mit ihr auseinandersetzt.

U

  • Überprüfbare AussagenBehauptungen werden so formuliert, dass sie anhand von Daten oder Ereignissen überprüft werden können, und man sagt, was sie widerlegen würde.
  • Unsicherheit eingestehenMan benennt offen, wo das eigene Wissen endet, wie sicher eine Aussage ist und welche Fragen noch offen sind.

V

  • Verständnisfragen stellenBevor man widerspricht, fragt man ehrlich nach oder fasst die Aussage des Gegenübers zusammen, um sicherzugehen, dass man sie richtig verstanden hat.

Z

  • Zahlen mit KontextKonkrete Zahlen und Belege werden eingeordnet, etwa durch Bezugsgrößen, Vergleichswerte, Zeiträume oder Angaben zur Unsicherheit.

Alle Texte sind eigene Fassungen der Redaktion von politforum.net; die Quellen je Begriff nennen, wo er außerdem verzeichnet ist. 0 von 273 Einträgen sind bisher redaktionell geprüft.